10 Tipps für Entspannung auf die Schnelle

Kniffe, wie du plötzliche Unruhe in Entspannung umwandelst

schnelle Entspannung

Es gibt Tage oder auch Momente, da kommen wir einfach nicht zur Ruhe. Aber wir haben die Chance, diese Nervosität zu verändern – selbst, wenn wir das in dem Augenblick nicht glauben können. Wir geben euch Tipps, die ihr sofort, am Abend oder nächsten Morgen umsetzen könnt, damit es euch schnell besser geht.

Sofort...

Atmen

Wenn wir extrem angespannt sind, atmen wir oft hektisch und kurz. Die beste Erste-Hilfe-Entspannung ist also, den Atmen wieder fließen zu lassen. Nehmt euch kurz Zeit, leg am besten eine Hand auf euren Bauch und atmet tief ein. Haltet dann aber die Luft nicht an, sondern lasst die Bewegung frei schwingen. Solltest ihr euch zusätzlich auch unsicher fühlen, könnt ihr euch mit eurem persönlichen Ruhepol verbinden. Wie das geht, erklären wir im Artikel „Stärke dein Selbstwertgefühl“.

Lächeln

Lachen ist der natürliche Feind vom Stress. Also lächelt, selbst wenn es in eurem Leben gerade regnet. Es reduziert nachgewiesenermaßen die Produktion von Stresshormonen und stärkt nebenbei sogar das Immunsystem. Und wer sagt denn, dass sich fremde Menschen auf der Straße nicht über ein Lächeln von einer Unbekannten freuen.

Gesicht ausstreichen

Diese Übung bringt schnelle Energie. Reibt eure Hände fest gegeneinander bis sie warm werden. Legt sie dann auf eure geschlossenen Augen und genießt die Kraft. Danach könnt ihr euren Kopf massieren, als würdet ihr eure Haare schamponieren. Am Schluss streicht ihr das Gesicht von der Mitte bis zum Rand aus und zieht an euren Ohrläppchen (schräg nach vorn). Spürt ihr schon die Entspannung?

Düfte

Der Geruchssinn geht direkt ins Gehirn und dockt dort an Gefühlen an. Lavendel ist Entspannungsduft Nummer eins und wirkt stressmindernd, aber auch die Aromen Vanille, Jasmin, Rosen, Zimt, Zeder und Sandelholz beruhigen. Wir können beispielsweise an frischen Blumen schnuppern oder ein ätherisches Öl mit einem Diffuser im Raum verteilen.

Am Abend ...

Singen

Warum singen wir für kleine Babys? Weil es einer der besten Wege ist, um sie zu beruhigen. Und dieser Vorteil hört niemals auf. Wer selbst singt, ist im Hier und Jetzt präsent und kann sich nicht gleichzeitig Sorgen ums Gestern oder Morgen machen. So viel schafft unser Gehirn gar nicht auf einmal. Probiert auch gern aus, Mantras zu chanten. Die Erklärung gibt’s im Artikel „Mehr Kraft durch Mantras“.

Haustier streicheln

Egal, ob Hund, Katze oder Kaninchen. Ein Haustier zu streicheln, baut Stress ab, das bestätigen Wissenschaftler. Und die Freude ist sogar beidseitig, auch beim Tier wird das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet.

Ab in die Natur

Am Abend braucht der Geist Ruhe von Bildschirmen und Beschallung. Also schaltet gern öfter Smartphone, TV und Computer aus und genießt das sanfte Rauschen der Blätter am Baum.

Binaurale Beats

Gebt einmal bei YouTube „binaurale Beats“ ein und lasst euch auf diese ungewöhnlichen Töne ein, ihr müsst dafür allerdings einen Kopfhörer aufsetzen. Der Trick bei diesen Sounds ist, dass beiden Ohren ein Schall mit leicht unterschiedlicher Frequenz zugeführt wird. Das Ergebnis ist tiefe Entspannung. Menschen, die schon lange schlecht schlafen, können sich plötzlich nachts wieder erholen. Und keine Angst: Die Beats sind ungefährlich und haben keine Nebenwirkungen. Nur Menschen mit Epilepsie, Herzrhythmusstörungen oder die bereits einen Schlaganfall hatten, sollten die Sounds auf keinen Fall hören. Bitte fragt im Zweifel euren Arzt, wenn ihr unsicher seid. Eine Info findet ihr auch hier. Schaltet zudem die Beats nicht beim Autofahren ein, sondern nur, wenn ihr entspannt zu Hause seid.

Am nächsten Morgen ...

Groß machen

Meistens schluffen wir mit hängenden Schultern morgens aus dem Bett. Deshalb sollten wir uns morgens schon groß machen und die Hände einmal kurz hochreißen: Hallo Tag, ich bin da!

Stress weglaufen

Eine Runde durch den Park joggen, morgens schwimmen oder Rad fahren: Ausdauersport wirkt entspannend. Und wer gerade eine Krise durchlebt, sollte erst recht auf schweißtreibende Bewegung setzen. Studien haben gezeigt, dass Sport so gut wie ein mittelstarkes Antidepressivum wirkt.