Blasenentzündung: Schmerzen als Signal der Seele?

Wenn Beziehungen schwierig sind, wenn das Gewohnte uns nicht mehr glücklich macht, dann reagiert unsere Blase. Das sensible Organ zeigt uns deutlich, wo wir emotional stehen. Und was wir brauchen.

Frau Meditation
Für Psychotherapeuten zeigt sich an der Blase deutlich, ob unsere zwischenmenschlichen Beziehungen funktionieren oder nicht. Foto: canva.com

Was macht unsere Blase?

Menschen, die sich zwischen Festhalten und Loslassen entscheiden müssen, leiden unter einer großen inneren Anspannung. Manchmal so sehr, dass es sie krank macht. Seelisch oder körperlich. Das Organ, über das sich ein innerer Konflikt besonders häufig ausdrückt, ist unsere Blase. Für Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen zeigt sich an diesem Organ deutlich, ob unsere zwischenmenschlichen Beziehungen funktionieren oder nicht. Ob wir in einer erfüllenden Partnerschaft leben oder wir uns innerlich weit weg wünschen ... Viele Frauen, die eigentlich ausbrechen wollen, aber gehalten und gehindert werden, entwickeln eine Zystitis, eine Blasenentzündung. Denn das Wasserlassen wird oft mit dem Fluss des Seelenwassers in Verbindung gebracht. Auch das Seelenwasser möchte fließen. Wird es zu lange angehalten, entstehen stechende Schmerzen. Manchmal wird uns erst bewusst, wie groß eine seelische Belastung und Begrenzung ist, wenn körperliche Schmerzen immer schlimmer werden. Ärzte sprechen von einer Somatierung: Der Körper spricht, wenn der Geist schweigt.

Wie kommt es zu einer Blasenentzündung?

Natürlich steckt nicht immer ein seelisches Problem dahinter, wenn die Blase erkrankt. Fast jede Frau hatte schon ein- mal eine Blasenentzündung, oft sogar verbunden mit Fieber und Bauchkrämpfen. Warum es Frauen öfter trifft als Männer? Weil sie eine nur vier Zentimeter lange Harnröhre haben, sodass relativ leicht Keime in die Blase gelangen und dort eine Infektion auslösen können. Auch Unterkühlung (nasser Bikini, kalte Parkbank) und übertriebene Hygiene sind nicht gut. Am besten ist es, sich immer schön warm zu halten und nur mit klarem Wasser zu waschen.

Was hilft bei einer Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung ist äußerst schmerzhaft. Zum Glück gibt es einige Hausmittel und Früchte, die dabei helfen, die Beschwerden schnell wieder zu lindern.

  • Fußbad vor dem Schlafen: Die Naturmedizin rät bei einer Blasenentzündung zu einem ansteigenden Fußbad vor dem Schlafengehen. Ansteigend bedeutet: Die Temperatur des Wassers wird durch die Zugabe von heißem Wasser stetig erhöht. Ganz praktisch bedeutet das: alle zwei Minuten ein bisschen heißes Wasser nachgießen oder nachlaufen lassen. Der Körper beantwortet diesen langsamen Wärmeanstieg mit aktiver Eigenwärme – und einem kräftigen Push für die Selbstheilungskräfte.

  •  Cranberry: Schon die Ureinwohner Nordamerikas kannten und nutzen die Heilkraft der tiefroten Cranberrys. Studien haben gezeigt, dass die Beeren eine gute Prophylaxe sind, wenn Blasenentzündungen immer wiederkehren. Ein großes Glas Saft am Abend bekämpft Bakterien, die Entzündungen auslösen. Mit einem vorbeugenden Effekt darf man rechnen, wenn man über mehrere Wochen zweimal täglich ein Glas Beerensaft trinkt. Cranberryprodukte gibt es als Pulver, Kapseln, Saft. Natürlich kann man die Beeren auch frisch oder getrocknet naschen.

  •  Holunderbeere: Geschmacklich sind die herb-bitteren Holunderbeeren gewöhnungsbedürftig. Dafür sind sie ausgesprochen gesund. Die blauroten Beeren, die Ende August geerntet werden, enthalten neben sehr viel Vitamin C auch jede Menge Anthocyane. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die den Körper unter anderem vor Entzündungen schützen. Zu den gesunden Inhaltsstoffen der Holunderbeere zählen außerdem Sambucyanin und der Mineralstoff Kalium. Beide wirken harntreibend und sorgen dafür, dass Krankheitserreger rasch aus dem Körper gespült werden. Deshalb hilft Holundersaft gut bei Blasenproblemen.

  •  Heidelbeere: Die Pflanzenstoffe der Heidelbeere können uns vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen, den Blut- zucker senken, bei der Fettverbrennung helfen und: Magen, Darm und Blase schützen. Der gesündeste Teil der Beere ist übrigens die Schale: In ihr stecken riesige Mengen Anthocyane, die vor Entzündungen schützen. Erwiesen ist, dass Blaubeeren Bakterien daran hindern, sich in der Blase einzunisten. Mit einem Glas Blaubeersaft am Tag kann man diese Prophylaxe erreichen.

Kann ich Blasentee selbst machen?

Wer immer wieder unter unangenehmen Blasenentzündungen leidet, sollte Goldrutenkraut im Haus haben. Das Kraut wird seit Jahrhunderten in der Naturmedizin erfolgreich gegen Harnwegsinfekte eingesetzt. Die Echte Goldrute wächst an Wald- und Wegesrändern von Juli bis Oktober. Der verwendete Pflanzenteil ist das Kraut – also alles außer der Wurzel. Die Pflanze hat eine stark harntreibende Wirkung, wirkt außerdem entzündungshemmend und leicht krampflösend.

Goldrutenpräparate gibt es in Form von Kapseln, Dragees und Tropfen. Man kann aber auch 3- bis 5-mal täglich eine frisch aufgebrühte Tasse Goldrutentee (Apotheke) trinken. Dazu 2 – 3 Gramm (etwa 1 Teelöffel) fein geschnittenes Kraut mit siedend heißem Wasser übergießen. 5 Minuten ziehen lassen. Der „treibende“ Effekt wird unterstützt, wenn man zu jeder Tasse Tee ein Glas Wasser trinkt.

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