7 kleine Schritte auf dem Weg zum Glück

Was macht das Leben lebenswert? Auf der Suche nach dem Geheimnis von Glück und innerer Zufriedenheit hat US-Psychologe und Glücksforscher Martin Seligman sie entdeckt: kleine Schritte, wie wir Stück für Stück glücklicher werden können. So hat der der Begründer der Positiven Psychologie beispielsweise folgendes herausgefunden: Menschen mit Visionen sind wie Maler vor einer Leinwand, die mit bunten Farben ihre Zukunft gestalten. Deshalb gehören diese Menschen zu den Glückskindern. Sie haben die Gabe, den Fokus ihrer Aufmerksamkeit auf das zu richten, worüber sie sich freuen können. Machen wir es ihnen gleich, spüren wir die unbändige Energie der Freude. Sieben weitere Schritte von Martin Seligman, um glücklicher zu werden:

So gelangen wir zu mehr Zufriedenheit
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Schritt 1: Für eine Stunde das Wort "Ich" vergessen

Zwei Worte trennen uns vom Glück: "ich" und "meins". Wer es schafft, eine Stunde lang diese Begriffe so oft wie möglich zu vermeiden und durch ein verbindendes "wir" und "unser" zu ersetzen, baut eine Brücke zu seinen Mitmenschen. Es ist wie ein kleines Wunder: Unser Umgang wird harmonischer, stressfreier, friedlich. Und das ermöglicht uns Momente puren Glücks.

Schritt 2: Sich häufiger mal verwöhnen

Eis, Pralinen, Wein - wir dürfen uns selbst alles erlauben, was unser Herz begehrt. Die einzige Voraussetzung dabei: Wir sollten es wirklich genießen. Glücksforscher Martin Seligman erklärt: "Genuss wird durch die Intensität gesteigert, nicht durch die Menge. Ein Glas Wein am Abend ist herrlich – eine Flasche über den Tag verteilt nicht."

Schritt 3: Eine Lücke im Tagesplan lassen

Täglich erledigen wir eine Reihe lästiger Dinge, die nicht zu unseren Lieblingsaufgaben gehören, dazu kommen Pflichten. Deswegen erfüllt es unsere Seele mit einem ungeahnten Glücksgefühl, wenn wir uns von Zeit zu Zeit eine bewusste Atempause gönnen. Und einfach für eine Stunde auf unserem inneren Terminkalender eintragen: Jetzt habe ich nichts vor – gar nichts. Dabei das Handy ausstellen. So ziehen wir das Glück wieder in unser Leben.

Schritt 4: Endlich mal wieder spielen

Wer sich Zeit zum Spielen nimmt, wird augenblicklich glücklich. Denn unser Gehirn liebt knifflige Aufgaben, es sehnt sich quasi nach Herausforderungen. "Glücksgefühle beim Spielen entstehen durch die Suche nach Lösungen und die Hoffnung auf Erfolg", so Martin Seligman. Für zwischendurch eignen sich beispielsweise: Sudoku, Solitaire oder Mikado.

Schritt 5: Einen Anruf machen

Mit guten Freunden verbindet uns etwas ganz Besonderes: einzigartige Erinnerungen, die wir nur mit ihnen teilen. Es sind Menschen, deren Stimme nach Heimat und Vertrauen klingt. Ein Anruf versetzt uns sofort in "die gute alte Zeit". Eine Erinnerung, die extrem unser Glückslevel sofort erhöht.

Schritt 6: Vom Glück den Anblick eines fliegenden Vogels zu genießen

Er weckt in uns das Gefühl von Grenzenlosigkeit und Freiheit: ein Vogel, der am Himmel seine Kreise zieht. Verfolgen wir seinen Flug nur für kurze Zeit, so erhöht das die Ausschüttung von Wohlfühlhormonen. Der Blick auf Häuser und Straßen dagegen verursacht eher negative Emotionen. Deswegen nehmen wir so oft wie möglich – und sei es nur für einen kurzen Augenblick – die Schönheit der Natur in uns auf.

Schritt 7: Öfter mal "Stopp" sagen

Wer sich zu häufig ärgert, neigt auf lange Sicht dazu, sich unglücklich zu fühlen. Dabei liegt es an uns, wie wir Situationen auslegen und welchen Gefühlen wir erlauben, in uns aufzusteigen. "Emotionen sind nicht unkontrollierbar wie das Wetter", sagt Martin Seligman. Die beste Abhilfe bei Ärger: "Stopp" sagen und bewusst an etwas Schönes denken.

Unser Buchtipp: "Wie wir aufblühen – Die fünf Säulen des persönlichen Wohlbefindens" von Martin Seligman