Lavendelöl: Wirkung und Anwendung des beliebten ätherischen Öls

Das mitunter beliebteste ätherische Öl ist das Lavendelöl. Der Aromatherapie-Allrounder ist ein wahres Wundermittel und verschafft uns Linderung bei allerlei Wehwehchen. Unter anderem wirkt das ätherische Öl gegen Angstzustände oder wird bei Stress zur Beruhigung genutzt. Wobei es noch helfen kann, wie genau du Lavendelöl am besten für deine Zwecke einsetzt und was du dabei unbedingt beachten solltest, erfährst du hier.

Frau hält Flasche mit ätherischem Lavendelöl in den Händen.
Ätherisches Lavendelöl wirkt lindernd bei Angstzuständen und Schlafproblemen. Foto: IStock / Polina Lebed

Was ist Lavendelöl?

AtherischeÖle wie Lavendelöl sind ölige, leicht verdampfende Extrakte aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, die einen starken, für die Herkunftspflanze charakteristischen Geruch haben. Das in der Aromatherapie verwendete Lavendelöl wird aus echtem Lavendel gewonnen, dem Lavandula angustifolia. Dies geschieht durch die Wasserdampfdestillation der frisch geschnittenen blühenden Rispen. Für einen Kilo ätherisches Öl werden 120 kg Lavendelrispen benötigt. Diese Pflanzenart wird vor allem in der französischen Provence angebaut. Die Region ist für ihre üppig lila-blühende, lieblich duftende Landschaft bekannt.

Was ist das Besondere an Lavendelöl?

Nur dem echten Lavendel Lavandula angustifolia werden die positiven Wirkungsweisen nachgesagt. Lavandin hingegen wird ausschließlich in der Kosmetik verwendet. Andere Lavendelarten wie der Schopf-Lavendel können sogar giftig sein. Also Vorsicht bei der eigenen Ernte. Wer sich beim Kauf einer Pflanze im Fachgeschäft unsicher ist, sollte sicherheitshalber nachfragen, ob es sich um den echten Lavendel handelt.

Die Ägypter erkannten den Nutzen des ätherischen Öls schon vor über 2.500 Jahren. Der Name der Pflanze stammt aus dem Lateinischen (lavare = waschen), da die Römer die wohlig duftenden Blüten in Bädern zum Waschen verwendeten. Die Perser und Griechen verbrannten Lavendelzweige zum Ausräuchern von Krankenzimmern und zur Desinfektion beim Ausbruch von Epidemien.

Hände halten ein Bündel frisch geernteten Lavendels.
Lavendelöl wird aus dem echten Lavendel Lavandula angustifolia hergestellt. Foto: IStock / Daniel Balakov

Wie wirkt Lavendelöl?

2020 wurde Lavendel sogar als Heilpflanze des Jahres betitelt – nicht ohne Grund. Lavendel gilt als eine der vielseitigsten und nützlichsten Pflanzen der Welt. Lavendelöl kann als Duft über die Nase oder als verdünntes Öl über die Haut seine Wirkung entfalten. Ätherische Öle können sowohl körperlich als auch psychisch wirken.

Verschiedene Studien zeigten, dass Lavendelöl bei Patienten mit ausgeprägter generalisierter Angst­störung (GAD) gleich wirksam wie ein pharmazeutisches Präparat gewesen sei.

Lavendelöl Wirkung:

  • Lavendelöl eignet sich als erste Hilfe bei Verbrennungen und Verbrühungen.

  • Körperlich angewendet hat Lavendelöl eine antibakterielle, antiseptische, antimykotische und stark immunstimulierende Wirkung.

  • Es wirkt zudem wundheilend, entzündungshemmend, schmerzlindernd und krampflösend.

  • Auf die Psyche wirkt das ätherische Öl ausgleichend, ordnend, beruhigend, aufbauend, anregend bis angstlösend, antidepressiv und bei Erschöpfung erfrischend.

Für wen ist Lavendelöl geeignet?

Richtig angewendet ist Lavendelöl sogar für Kinder und während der Schwangerschaft geeignet. Da Lavendelduft bei angstbedingten Schlafproblemen beruhigen kann, könntest du es statt mit einem Traumfänger mit Lavendelöl versuchen, wenn dein Kind Albträume hat. Für einen ruhigen Schlaf kannst du Lavendelöl mit Wasser mischen, in eine Sprühflasche füllen und das Kissen vor dem Schlafen gehen, damit besprühen.

Frau träufelt ätherisches Öl auf einen Tester.
Bei der Anwendung ätherischer Öle wie Lavendelöl muss man ein paar Punkte beachten. Foto: IStock / Kemal Yildirim

Wie wende ich Lavendelöl an?

Bei der Anwendung ätherischer Öle wie Lavendelöl solltest du ein paar Punkte beachten. Allgemein sollte man ätherische Öle immer verdünnen, also nie pur verwenden. Das ist vor allem wichtig zu beachten, wenn du dich mit Lavendelöl einreiben möchtest, da es aufgrund seiner stark ätherischen Wirkstoffe dann zu Hautreizungen führen kann. Mische es immer sparsam dosiert in Shampoos, Trägeröle oder ins Badewasser. Ein gut geeignetes Trägeröl ist zum Beispiel Mandelöl. Auch in der Küche reicht eine winzige Menge, um Speisen zu aromatisieren.

Lavendelöl Anwendung:

Äußerliche Anwendung bei:

  • Kopfschmerzen (im Fußbad oder als Öl-Läppchen an den Schläfen / 5 %-Mischung)

  • Erhöhtem Blutdruck und Schlafstörungen (als Fußbad)

  • Bauchkrämpfen (Einreibung, danach Wickel/5 %)

  • Hautjucken und Bestrahlung (Öl zur Hautpflege/5 %)

  • Verbrennungen oder Sonnenbrand (Auftragen 5 % oder pur)

  • Depressiver Verstimmung (Raumbeduftung, Einreibung oder Vollbad) und Ängsten (Ölmischung zur Einreibung)

Wie erkenne ich gutes Lavendelöl?

Beim Kauf eines ätherischen Öls wie Lavendelöl solltest du auf eine gute Qualität achten. Es gibt unabhängige Qualitätszertifikate, beispielsweise das Demeter-Zertifikat, das aussagt, dass das Produkt aus dem Demeter-Anbau stammt oder kbA, wenn es aus einem kontrolliert biologischen Anbau kommt. Das Etikett sollte exakte Angaben beinhalten: zum Beispiel die genaue Bezeichnung der Ausgangspflanze, also den botanischen Gattungs- und Artnamen. Das ist bei Lavendelöl Lavandula angustifolia.

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