Räuchern: den Geist klären, die Sinne beleben

Seit jeher dient das Räuchern von Pflanzen der Reinigung, Heilung und auch der Spiritualität. Schon die Ägypter gaben den Pharaonen Räuchergefäße und Harze mit ins Grab, um die Herzen der Götter zu erweichen. Im antiken Griechenland wurde das Räuchern zu Heilzwecken benutzt. Die Ureinwohner Nordamerikas räucherten, um ihren Geist zu reinigen, und buddhistische Mönche nutzen den Rauch seit jeher zum Loslassen während der Meditation.

Räcuhern mit Salbei in Muschel
Besonders im Frühling hilft uns das Räuchern dabei, die alten Energien des vergangenen Winters loszulassen. Foto: happinez

Auch wir sehnen uns mit dem nahenden Frühling danach, Altes loszulassen, die dunkle Jahreszeit zu verabschieden und Raum für Neues zu schaffen. Kleine Räucherrituale helfen uns dabei. So verscheucht der Rauch von Salbei und getrockneten Rosen den Winter und läutet den Frühling ein. Sandelholz schenkt uns Energie und Kraft für alles, was kommen mag. Mastix und Beifuß wirken vitalisierend und anregend, Wachholder dagegen klärend und reinigend, aber auch revitalisierend und stärkend.

So funktioniert das Räuchern

Um den Pflanzen ihre Wirkungen zu entlocken, müssen sie erhitzt werden. Bei der klassischen Methode lässt man spezielle Räucherkohle auf Sand verglühen, bis sie außen verascht ist. Erst dann legt man Kräuter oder Harz oder eine Räuchermischung auf die Kohle. Das Räuchergut soll langsam verglimmen, keinesfalls verbrennen, weshalb dieses Verfahren sehr zeitaufwendig ist. Schneller ist das Räuchern auf einem Räucherstövchen, das mit einem Sieb abgedeckt ist. Hierauf kommen Harze oder Pflanzen, die über dem Teelicht im Stövchen ihre Aromen langsam entfalten. Manche alten Traditionen um das Räuchern mögen noch so mystisch anmuten – um die Düfte der Pflanzen zu nutzen, brauchen wir keinen Schamanen einzuladen oder rituelle Feuer im Wohnzimmer anzuzünden. Die Düfte, die durch das Feuer geweckt werden, haben nichts von ihrer Wirkung und ihren Geheimnissen verloren, sie haben nur darauf gewartet, den Frühling für uns willkommen zu heißen.

Diese Räucherwerke haben jetzt eine besonders wohltuende Wirkung auf uns:

Räuchern mit Beifuss

Eines der wichtigsten heimischen Räucherkräuter.  Es reinigt die Luft in Räumen und neutralisiert negative Energien. Außerdem wirkt Beifuß entspannend, sorgt für einen guten Schlaf und stärkt die Intuition.

Räuchern mit Jasmin

Seine zart duftenden Blüten regen die Sinnlichkeit an, heben die Stimmung, schenken Zuversicht und Optimismus. Ein wirksames Mittel gegen Stress.

Räuchern mit Mädesüß

Das würzig duftende Kraut stärkt die Intuition und löst Blockaden. Es wirkt stimmungsaufhellend, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Ein Duft für den Neuanfang.

Räuchern mit Pfefferminze

Ganz frisch eignen sich die belebenden Blätter besonders gut für Räucherungen. Ihr Duft ist intensiv und hilft, den Geist zu klären.

Räuchern mit Lorbeer

Lorbeer stärkt das Selbstbewusstsein und fördert die Konzentration und Leistungs­fähigkeit. Die würzigen Blätter eignen sich auch für Reinigungsräucherungen.

Räuchern mit Labdanum

Das nach Honig duftende Harz wird aus den Blättern und Zweigen der Zistrose gewonnen. Es wirkt ausgleichend und harmonisierend, fördert die Empfindsamkeit und stärkt das positive Körpergefühl.

Räuchern mit Weihrauch

Das Harz des Weihrauchbaumes wirkt gegen Niedergeschlagenheit und Erschöpfung und fördert das Selbstvertrauen. Ein gutes Anti-Stress-Mittel.

Räuchern mit Sandelholz

Ein sehr edles Räucherwerk. Sein Duft wirkt harmonisierend, stimmungsaufhellend und öffnet uns für Liebe und Sinnlichkeit .

Räuchern mit Rose

Die lieblich duftenden Blüten der Rose wirken belebend und gleichzeitig entspannend, sorgen für innere Ruhe, vertreiben Ängste und machen zuversichtlich.

Räuchern mit Mastix

Das vanilleartig duftende Harz der griechischen Mastix-Pistazienbäume ist ein Symbol für Licht und Sonne. Es stimmt positiv und fördert unsere Intuition.

Räuchern mit Lavendel

Die Blüten von Lavendel wirken reinigend, desinfizierend und krampflösend. Sie sorgen zudem für Klarheit und beruhigen die Nerven.

Räuchern mit Schafgarbe

Der feinwürzige  Duft der Pflanze vermittelt Kraft und Mut, bringt Energie zurück. Wirkt stark reinigend und stimmungsaufhellend.

Das könnte dich auch interessieren:

Person mit Blumen und Hut - Foto: canva.com
Deine achtsame Bucket List für den April 2025

Nimm dir das Motto des April zu Herzen und mach in den nächsten Wochen, was du willst. Fünf besondere, achtsame Ideen für den frühlingshaften bis launischen Monat findest du hier.

Person sitzt auf Steg mit ausgebreiteten Armen - Foto: canva.com
Winti: Die Bedeutung des spirituellen Kults aus Suriname

Die Essenz von Winti ist Respekt. Respekt für die Natur, für Mutter Erde, für alles, was lebt. Und Respekt füreinander, für unsere Vorfahr:innen und Nachkommen. Respekt vor dem schönen Kreislauf des Lebens. Bei Winti geht es darum, sich selbst und die Welt um sich herum in Harmonie zu bringen. Die spirituelle Strömung hat seinen Ursprung in Suriname und ist eigentlich eine Verschmelzung mehrerer westafrikanischer und sehr alter spiritueller Traditionen. Sie basiert auf der Prämisse, dass wir Menschen nicht das Sagen haben, sondern dass wir mit der Natur, mit Pflanzen und Tieren, aber auch mit den Geistern – den Winti – zusammenarbeiten müssen. Hier bekommst du einen kleinen Einblick.

Person mit Kerze auf Bett - Foto: canva.com
Energetische Reinigung: 3 heilsame Rituale für deine Seele

Egal, ob es Zeit für einen Neuanfang oder den Abschluss einer schwierigen Lebensphase ist, manchmal hat man das Bedürfnis, sich auf spiritueller Ebene zu reinigen. Deine Aura, deine Energie und sogar deine Seele möchten von allem Negativen befreit werden, um Raum für Neues, Positives und Inspirierendes zu schaffen. Es gibt viele schöne und liebevolle Wege, dies zu tun. Drei besondere Rituale zur energetischen Reinigung stellen wir dir hier vor.

Frau geht durch ein mystisches Portal - Foto: canva.com
Die partielle Sonnenfinsternis im Widder: Dein Mond Guide für den 29. März

Bereit für die letzte Sonnenfinsternis im Widder? Jetzt ist es Zeit, dich endgültig für dich und deinen Seelenweg zu entscheiden!

Person unter Mond - Foto: canva.com
Mit der Kraft des Mondes: Negative Eigenschaften annehmen und akzeptieren

Jeder Mensch hat Schattenseiten, die lieber im Verborgenen bleiben sollen. Allerdings gehören sie nun mal zu uns und sollten daher nicht weggesperrt werden oder dazu führen, dass wir uns nicht gut genug fühlen. Wie du die Kraft des Mondes und kleine Rituale nutzt, um deine negativen Eigenschaften in positive Energie zu verwandeln, erfährst du hier.