Gewürze aus dem Orient: Diese 4 sollten in keiner Hausapotheke fehlen!

Gute Dinge brauchen Zeit und sind kostbar – wie die Gewürze des Orients. In knorrigen Wurzeln oder den Stempelfäden von Blumen lebt die Urkraft der Natur. Welche orientalischen Gewürze diese Heilkraft am stärksten in sich tragen und wie man sie am besten anwendet haben wir hier aufgelistet.

Gewürze aus dem Orient: Diese 4 sollten in keiner Hausapotheke fehlen!
Erfahre, welche Gewürze in deiner Hausapotheke auf gar keinen Fall fehlen dürfen. Foto: canva.com

Rosmarin: Das Zauberkraut vom Mittelmeer

Vielleicht liegt die sinnliche Kraft des Krautes in seinem Duft: Rosmarin riecht intensiv nach Sonne und Meer und weist damit auf seine geografische Herkunft hin: Er stammt aus dem Mittelmeerraum, dort wächst er wild. Sein Name bedeutet Tau (ros) des Meeres (marinus) – es heißt, nachts streiche der Wind des Meeres über die Zweige, morgens sammle sich der Tau in den Blüten. Rosmarin ist ein Gewürz, das häufig rituell verwendet wird. Ein starker Tee aus Rosmarinblättern soll Dinge reinigen, die zur Heilung gebraucht werden – etwa Steine nach dem Auflegen oder die Hände eines Heilenden vor oder nach der Behandlung.

In Nordafrika wird Rosmarin traditionell zum Räuchern verwendet. Dabei könnten die Anwendungsgebiete kaum unterschiedlicher sein. Einerseits wirkt Rosmarin anregend und eignet sich für Lust­ und Liebesräucherungen. Andererseits wird er auch verwendet, um Abschied und Trauer zu begleiten, das Loslassen zu erleichtern und Übergangsriten zu unterstützen.

Anwendung:

Rosmarin regt Körper, Geist und Seele an und erhöht die Konzentra­tion und Leistungsfähigkeit. Will man sich etwas Gutes tun, sollte man sich morgens statt einer Tasse Kaffee einen Becher Rosmarintee aufbrühen.

Geranie: Die Blüte mit dem magischen Duft

Die Geranie ist für die meisten Menschen nur eine Balkonpflanze. Für den, der um ihre Kräfte weiß, ist sie unendlich viel mehr. Dem Duft der Geranie sagt man nach, dass er den direkten Weg in unser Herz findet. Er hilft uns dabei, innerlich zu erblühen und neue Wege zu finden. Wer Kraft für Veränderungen braucht, der wird sie in diesem Duft finden.

Man sagt, das ätherische Öl der Geranie bringt Frauen auf sanfte Weise in eine hor­monelle Balance. Doch ihr Wirkspektrum ist weitaus breiter: In Afrika wird die Pflanze seit Jahrhunderten bei Erkältungen und Atemwegsbeschwerden benutzt. Bewiesen ist eine starke entzündungshemmende Wirkung. Im Orient werden Erkrankungen des Magen­-Darm­-Trakts damit behandelt.

Anwendung:

Für eine Bauchmassage 4 Tropfen Geranien­öl mit 2 EL Mandelöl vermischen. In langen Streichbewegungen einmassieren.

Kreuzkümmel: Der Hauch des Orients
Foto: canva.com

Kreuzkümmel: Der Hauch des Orients

Jedes Samenkorn, so unscheinbar es wirkt, birgt eine eigene Geschmackswelt. Kreuzküm­mel, eine der ältesten Pflanzen der Welt, hält im Hauch des Orients gefangen.  Bekannt ist heute, dass die feinen Körner bis zu 6 Prozent ätherische Öle mit dem Hauptbestandteil Cuminaldehyd enthalten und damit die Pro­duktion der Verdauungssäfte anregen. Auf diese Weise wird jedes mit Kreuzkümmel zubereitete Essen bekömmlicher.

Allerdings ist es ein Gewürz, das nicht nur dem Magen-Darm-­Trakt Gutes tut. In der Ayurveda­-Heilkunde wird empfohlen, in der Pfanne geröstete und anschließend gemahle­ne Kreuzkümmelsamen mit etwas Honig zu mischen und einen Teelöffel davon kurmäßig auf nüchternen Magen einzunehmen. Es soll den ganzen Körper entschlacken und entgif­ten. In Syrien sagt man: Kreuzkümmel ist eine Medizin, die gegen fast jedes Unwohlsein hilft.

Anwendung:

Kreuzkümmelöl ist ein ätherisches Öl, das durch Wasserdampfdestillation aus dem Samen der Pflanze gewonnen wird. Daraus lässt sich ein hervorragendes Massageöl herstellen. 3 Tropfen Kreuzkümmelöl werden mit 30 ml Massageöl (z. B. Jojoba­ oder Man­ delöl) vermischt. Wird es sanft in den Bauch eingerieben, hat es unmittelbar krampflösende und schmerzstillende Eigenschaften. Es lindert Menstruationsbeschwerden und selbst schlim­me Krämpfe. Bei Erkältungen gilt: Wird der Brustbereich mit diesem Öl massiert, können die Wirkstoffe ihre schleimlösenden Eigen­schaften entfalten.

Thymian: Das Kraut, in dem Elfen schlafen

Thymian ist eine der ältesten Pflanzen der Welt. Seit mehreren Millionen Jahren wachsen die kleinen Kräuter auf unserem Planeten. Kein Wunder also, dass Thymian trotz seiner unscheinbaren Gestalt als ein Gewächs mit magischen Kräften gilt. Sein Überleben verdankt er seinen ätheri­schen Ölen: Sie vertreiben Bakterien, Pilze und Fressfeinde. Andererseits sind sie aber auch anziehend: Der Legende nach schlafen Elfen auf ei­nem Bett aus Thymian.

Der Geschmack ist jedenfalls einzigartig in der Welt der Kräuter und lässt sich schwerlich mit dem anderer Gewürze vergleichen. Er ist leicht pfeffrig und zugleich lieblich, manchmal sogar leicht süßlich. Aus medizinischer Sicht ist Thymian ein bedeutsames Heilkraut. Der Inhaltsstoff Thymol wirkt antibakteriell und hilft bei allen Erkrankungen der Atemwege – von Bronchitis über Nasennebenhöhlenentzündungen bis hin zu Keuchhusten.

Anwendung:

Wer täglich mit Thymiantee gurgelt, verringert die Zahl der Krankheits­erreger im Mund und in der Rachenschleimhaut, bekämpft Zahnfleisch­ entzündungen äußerst wirksam und lässt Halsentzündungen abheilen. In vielen Hustensäften ist ein Thymianextrakt enthalten.

Bei Problemen mit Sodbrennen oder Blähungen kann man Thymian­blätter mit Minze und Kümmel mischen und einen Tee daraus kochen. Eine Tasse nach dem Essen ist wohltuend bei allen Magen-­ und Darmbe­schwerden.

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