Eltern werden: 7 Tipps für glückliche Paare mit Kindern

Fällt ein Paar die Entscheidung, gemeinsam ein Kind zu bekommen, startet für sie eine aufregende und unvergleichliche Zeit. Schwangerschaft, Geburt, Erziehung und Co. werden auf einmal zu den wichtigsten Themen. Ist das Kind dann auf der Welt, ist die Freude riesig und die Liebe überwältigend. Doch gleichzeitig verschieben sich plötzlich die Prioritäten, Schlafmangel und Überforderung können erschwerend hinzukommen und die Beziehung rückt in den Hintergrund. Wie man es schafft, Eltern zu werden und trotzdem ein Paar zu bleiben, zeigen diese sieben Tipps.

Eltern werden: 7 Tipps für glückliche Paare mit Kindern
Wenn Paare Eltern werden, erwarten sie großes Glück und große Herausforderungen zugleich. Foto: Pexels

1. Eltern werden bringt Veränderung

Aufs Eltern werden kann man sich nur bis zu einem bestimmten Grad vorbereiten. Das Kinderzimmer einrichten, die Erstausstattung besorgen, Ratgeber lesen und die Grundpfeiler der Erziehung besprechen, so vieles ist möglich. Wie es dann in der Realität abläuft, kann allerdings ganz anders aussehen. Anstatt also alles minutiös durchzuplanen und große Erwartungen zu haben, lasst euch lieber gemeinsam auf das Abenteuer ein. Sprecht bewusst über eure Wünsche, Sorgen und Ängste. Gebt euch Zeit, das Eltern sein zu lernen. Kritisiert euch nicht, denn ihr beide macht das zum ersten Mal. Macht euch schon vorher bewusst, dass sich die Beziehung mit Kindern verändern wird, und nehmt die Veränderung an. Auch schlechte Tage gehören dazu und vielleicht werdet ihr das Gefühl haben, dass ihr euch als Paar verliert. Doch das wird nicht passieren, wenn ihr es nicht zulasst.

2. Als Team Eltern werden

Viele Diskussionen und Streits bei Paaren, die Eltern werden oder bereits sind, entstehen, wenn sich einer mit der Arbeit, die ein Kind mit sich bringt, allein gelassen oder sich einer ausgeschlossen fühlt. Das kann die Paarbeziehung auf Dauer extrem belasten. Deshalb ist es besonders wichtig, dass ihr euch als Eltern-Team betrachtet. Teilt euch Aufgaben wie Windeln wechseln und füttern. Entscheidet nichts im Alleingang, sondern besprecht, wie ihr zusammen als Eltern vorgehen wollt. Und verbringt möglichst viel Kuschelzeit alle zusammen. Die Glückshormone, die durch den Körperkontakt ausgeschüttet werden, stärken dann nicht nur die Beziehung zum Kind, sondern auch eure Paarbindung.

3. Rituale für Paare mit Kind

Eltern werden durch die Geburt ihres Kindes mit großer Verantwortung und unzähligen neuen To-Dos konfrontiert. Kein Wunder, dass die erstmal den Großteil des Tages und eurer Gespräche einnehmen. Damit eure Beziehung dabei nicht gänzlich untergeht, können Rituale helfen, die ihr als Paar konsequent einhaltet. Diese fest eingeplanten Riten bringen euch wieder näher und nehmen den Druck raus, spontan Zeit füreinander zu finden, wenn es gerade stressig ist. Denkt euch gemeinsam Rituale aus, die zu euch als Paar und eurer Situation als Eltern passen, damit sie wirken und sich nicht zwanghaft anfühlen. Hier drei schöne Beispiele:

  1. Drei Fragen am Abend: Manchmal bleibt vor Müdigkeit und fehlender Energie keine Kraft mehr für lange, intensive Gespräche. Bevor ihr aber gar nicht miteinander sprecht und, weil Kommunikation die Basis einer stabilen Beziehung ist, könnt ihr euch drei Fragen festlegen, die ihr jeden Abend gegenseitig beantwortet, wie etwa: "Wie geht es dir?", "Was hat dich geärgert/beschäftigt?", "Was hat dich heute gefreut/begeistert?". So erfahrt ihr, was in eurem Partner vorgeht, könnt Sorgen, Missverständnisse und mehr vorbeugen oder klären, und habt einen besonderen Moment nur für euch.

  2. Wöchentliches Eltern-Meeting: Eltern werden bedeutet leider nicht, dass die Zeit stehen bleibt. Arbeit und andere Termine kommen jetzt noch on top. Damit wichtige Dinge also nicht zwischen Tür und Angel besprochen, vergessen oder übersehen werden, bietet es sich an, sich einmal in der Woche bewusst zusammenzusetzen. Hier könnt ihr euch darüber austauschen, was passiert ist, als der Partner nicht dabei war, was das Kind Neues gelernt hat, was in den nächsten Wochen ansteht (z.B. Arztbesuche, Geburtstagsfeier oder Urlaub) und wer was übernimmt. Dadurch seid ihr immer auf dem gleichen Stand, zieht an einem Strang und könnt den Mental Load des Elternseins teilen.

  3. Zurück zu uns: So schön das Leben mit Kind auch ist, manchmal wünscht man sich doch die guten alten Tage wieder. Daran ist nichts verwerflich. Und anstatt deshalb ein schlechtes Gewissen zu haben, könnt ihr regelmäßig die Zeit kurz zurückdrehen, indem ihr Dinge miteinander tut, die ihr geliebt habt, bevor ihr Eltern wurdet. Zusammen kochen, Sport treiben oder eine Serie schauen – erlaubt euch, euch als Paar wiederzufinden.

4. Dankbarkeit und Wertschätzung zeigen

Obwohl es nicht so sein sollte, passiert es im vollgepackten Elternalltag schnell, dass man vergisst, wie viel man selbst, der Partner und man gemeinsam als Paar eigentlich leistet. Auch wenn es in der Gesellschaft oft so dargestellt wird, ist Eltern sein, Paar bleiben und eine Familie zu managen, nämlich alles andere als leicht und selbstverständlich. Versucht euch daher weniger über Sachen aufzuregen, die nicht geklappt haben. Lernt daraus, sucht bessere Lösungen für die Zukunft und fokussiert euch mehr auf das Gute. Haltet euch selbst und gegenseitig aktiv vor Augen, was ihr schon alles geschafft habt und bedankt euch. Mit diesen kleinen Energie- und Happiness-Boostern lassen sich kommende Herausforderungen viel einfacher meistern.

Eltern werden: 7 Tipps für glückliche Paare mit Kindern
Eltern werden heißt nicht, alles allein schaffen zu müssen. Foto: Pexels

5. Kurze Pause vom Eltern sein

Eltern sein ist ein Full-Time-Job. Aber wie bei jedem anderen Beruf, ist es auch hierbei völlig legitim und unabdingbar für die körperliche und geistige Gesundheit, Pausen einzuplanen. Man sagt nicht umsonst: "Es braucht ein ganzes Dorf...". Eure Familie und Freunde, die auch für eure Kinder zu Bezugspersonen geworden sind, freuen sich, Zeit mit den Kleinen zu verbringen, und euch damit unter die Arme zu greifen. Nehmt das Angebot gern dankend und regelmäßig an und nutzt die gewonnen Momente zu zweit, selbst wenn ihr euch nur einen entspannten Power-Nap genehmigt. Gemeinsam herunterzufahren und durchzuatmen, lässt euch wieder enger zusammenrücken.

6. Keine Zeit für Beziehung? Gönnt sie euch!

Nicht selten wird vom "Beziehungskiller: Kind" gesprochen. Denn all die Zeit und Energie, die man zuvor in die Partnerschaft stecken konnte, werden nun an anderer Stelle benötigt. Das ist normal und erstmal kein Grund zur Besorgnis, vor allem nicht kurz nach dem Eltern werden. Man muss sein Kind, sich selbst und den Partner in der neuen Rolle erst kennenlernen. Sobald ihr euch aber eingelebt habt und zurück in eine Art Alltag gefunden habt, dürft ihr auch wieder an eure Liebesbeziehung denken. Natürlich sind große Sprünge wie ein romantischer Trip übers Wochenende vielleicht zunächst nicht drin. Doch kommt es wie so oft ja viel mehr auf die kleinen Dinge an. Küsst euch, haltet Händchen, überrascht euch mit kleinen Geschenken oder Gesten, verfolgt gemeinsame Hobbies und geht auf Dates ins Kino, zum Lieblingsitaliener und Co.. Habt Geduld, Verständnis für die Grenzen des anderen und tastet euch so langsam wieder an euch als Paar ran.

7. Gute Eltern sein und Me-Time genießen

In einer Beziehung ohne Kinder gilt es als äußerst essentiell, sich selbst nicht in der Partnerschaft zu verlieren und mit dem anderen zu einer co-abhängigen Einheit zu verschmelzen. Eigene Hobbies, Freunde und Zeit ganz für sich allein stehen jedem zu und geben dir das Gefühl, nach wie vor eine eigenständige, individuelle Person zu sein, deren Wünsche und Träume genauso viel zählen wie die deines Partners. All das gewinnt nochmal enorm an Bedeutung, wenn aus einem Paar Eltern werden. Fordert eure Me-Time bestimmt ein und haltet euch gegenseitig den Rücken frei, damit jeder sie auch voll ausleben kann.

Beziehungsprobleme nach Geburt: Ihr seid nicht allein!

So schön die Tipps auch klingen, oftmals sind sie leichter gesagt als getan. Solltet ihr, nachdem ihr Eltern geworden seid, vor schier unüberbrückbaren Problemen in eurer Partnerschaft stehen, müsst ihr euch keineswegs schämen. Vielen anderen Paaren mit Kindern ging oder geht es genauso. Und manchmal schafft man es da alleine beziehungsweise zu zweit nicht heraus. Dann ist es keine Schwäche, sondern zeugt viel mehr von Mut, Stärke und Reife, um Hilfe zu bitten, und sich professionellen Rat etwa in einer Paartherapie zu suchen.

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