Buddha-Weisheit

Buddhas Mudras und welche Bedeutung sie haben

Jede Buddha-Statue spricht durch ihre Hände zu uns und lässt uns so an der vollkommenen Weisheit und dem unendlichen Mitgefühl teilhaben, das nur ein Buddha, ein Erwachter, erlangt. Wir zeigen euch Buddhas Mudras und welche Bedeutung sie haben.

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Foto: Adobe Stock

Tief dringen die Gesten beim Betrachten seiner Hände in unseren Geist; so wie der Anblick eines meditierenden Buddhas mit seinen ineinandergelegten Händen, die locker im Schoß ruhen, unsere Meditation verstärkt. Formen wir diese Mudras – die Asanas der Hände – für einige Minuten, richtet sich die Aufmerksamkeit nach innen und wir können ihre Botschaften verinnerlichen.

Buddha sagt: "Hab keine Angst."

Streckt er die rechte Hand mit der Handfläche in unsere Richtung, lauten die stillen Worte dieser Geste: "Hab keine Angst – Mut ist dein Weg." Diese Ermutigungsgeste geht auf eine Geschichte zurück, in der Buddha einen über die Ufer getretenen Fluss bändigt. Uns lehrt sie: Für jede verfahrene Situation gibt es auch eine Lösung – wenn wir sie nicht fürchten.

Buddha sagt: "Ich ruhe in mir. Egal wie laut die Welt um mich herum ist."

Das vielleicht bekannteste Mudra ist die Meditationsgeste. Hierbei liegen beide Hände locker aufeinander im Schoß. Die Handflächen zeigen nach oben – und symbolisieren den Zustand tiefster Meditation, indem die materielle Welt für einen Augenblick gleichgültig wird. Buddha formte seine Hände während seiner Meditation unter einem Feigenbaum zu diesem Mudra. Es lässt uns wissen: "Ich ruhe in mir. Egal wie laut die Welt um mich herum ist."

Buddha sagt: "Ich lehre dich."

Dabei ist die linke Hand Buddhas erhoben, Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis – das Rad der Lehre. Buddha wandte diese Geste bei Reden und Diskussionen an, um seine Worte zu untermauern.

Buddha sagt: "Ich zeige dir den Weg zur Erlösung."

Die Statue sitzt, der rechte Arm hängt locker herab, die Handfläche zeigt offen zum Betrachter, manchmal berührt sie auch das rechte Bein. Die fünf offenen Finger stehen für die fünf Perfektionen: die Moral, die Geduld, den Fleiß, die Großzügigkeit und die meditative Versenkung. Diese Geste ist Sinnbild für das Versprechen Buddhas, allen Menschen den Weg zur Erlösung zu zeigen. Sie sagt uns: "Ich schenke dir die Wahrheit." Buddhas Hände bringen seine Botschaften zu uns. Doch noch umfangreicher sind seine gesprochenen Lehren. Eine Zusammenfassung der wichtigsten finden wir in dem neuen Buch „Dhammapada – Die Weisheitslehren des Buddhas" vom Herder Verlag.

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