Was würde Buddha tun: Leid und Schmerz überwinden

"Alles Bedingte ist Leid. Leid hat eine Ursache. Es gibt ein Ende des Leids. Es gibt einen Weg zum Ende des Leids." – So lauten die Vier Edlen Wahrheiten, die Buddha nach seiner Erleuchtung lehrte. Siddhartha Gautama war die Befreiung von Leiden (Dukkha) so wichtig, dass er diesem Ziel sein gesamtes Leben widmete. Wie seine Weisheit dir hilft, mit Leid und Schmerz umzugehen, erfährst du hier.

Gemälde Buddha unter Baum
Auch Leid und Schmerz gehören zu unserem Leben, weiß Buddha. Foto: Canva.com

Leid und Schmerz sind unvermeidbar

Glück und Leid wechseln sich ab in unserem Leben. Und obwohl wir nach dauerhafter Erfüllung suchen, gelingt es doch keinem von uns, diese zu erlangen. Gleichzeitig erkannte der Erleuchtete aber auch aus seiner absoluten Sicht: „Alle Wesen sind Buddhas, doch sie wissen es nicht.“ Aus Unwissenheit erleben wir Leid und Schmerz, obwohl die Natur unseres Geistes zeitlose höchste Freude ist. Denn der Geist arbeitet wie ein Auge: Er nimmt alles „draußen“ wahr, ohne sich selbst sehen zu können. So ist jede Erfahrung von einem grundlegenden Gefühl der Trennung begleitet. Bei der Befreiung (kleines Nirwana) wird die Vorstellung von einem wirklich existierenden Selbst als illusorisch durchschaut. Widerstreitende Gefühle kommen zur Ruhe, und es entstehen mehr Einsicht und Klarheit. Wir verstehen, dass das Bewusstsein durch den Körper arbeitet, ohne der Körper zu sein. Gedanken und Gefühle können wir dann als das freie Spiel des Geistes erkennen, ohne dass es ein Ich oder Selbst geben müsste, das diese Gedanken und Gefühle hat. Es ist ein Zustand des Freiseins von allen Begrenzungen und Einengungen im eigenen Geist. Krankheit, Kummer, Verlust und Trennungen sind dann zwar noch immer Bestandteil unseres Lebens. Folgen wir aber dem Buddhismus können wir den Schmerz akzeptieren, machen kein Drama daraus.

Die Botschaft von Leid und Schmerz verstehen

Es gibt Zeiten, die uns alles abverlangen. Manchmal haben wir Schmerzen, die so grausam, so stark sind, dass wir glauben, an ihnen zu zerbrechen. Daher rät uns Buddha, Schmerz anzunehmen. Das heißt nicht, dass wir auf Medikamente verzichten sollen. Vielmehr geht es darum, nicht zu heftig darauf zu reagieren. Denn was ist Schmerz oder Leid? Leiden ist Schmerz mal Widerstand. Das heißt: Je mehr wir gegen den Schmerz ankämpfen, umso stärker leiden wir darunter. Wenn wir ihn jedoch beobachten und kennenlernen, können wir das Leiden massiv verringern. Von Buddha gibt es auch über Schmerz viele Sprüche, die uns dabei unterstützen können, wie etwa der folgende:

„Niemand rettet uns, außer wir selbst. Niemand kann und niemand darf das. Wir müssen selbst den Weg gehen.“
Buddha
Frau bei Meditation in hellem Licht
Bei Leid und Schmerz – übe dich in Achtsamkeit. Foto: Canva.com

Mit Achtsamkeit den Schmerz besiegen

Buddhas Spruch legt den Umgang mit Leid und Schmerz in unsere Verantwortung. Durch ihn wissen wir auch: Achtsamkeit ist der Schlüssel zur Akzeptanz – sie kann uns helfen, mit dem Schmerz zu leben. Dann gibt es zwar den körperlichen Schmerz, aber keine seelische Belastung, kein Drama. Studien zeigen, dass Achtsamkeitsübungen und Meditation das Leiden von Patient:innen deutlich lindern – auch wenn sich der Schmerz selbst nur geringfügig gebessert hat. Was sich verändert, ist die psychische Befindlichkeit. Wir bekommen ein anderes Verhältnis zum Schmerz, gehen aktiver mit der Situation um, kehren ins Leben zurück. Denn das Furchtbare ist in der Regel der Kontrollverlust – der Schmerz übernimmt das Kommando über unser Leben. Gehen Achtsamkeit und Schmerz eine Verbindung ein, können wir die Kontrolle zurückerlangen – und sind frei.

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