Origami: Wünsche aus Papier

Origami, die japanische Kunst des Papierfaltens, hat eine lange Tradition. Und kann uns noch heute mit unseren geheimsten Wünschen verbinden.

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Foto: ©alesgon - stock.adobe.com

Ein einfacher Wunsch ist schnell ausgesprochen. Mal entspringt er einem Bedürfnis und mal auch nur dem Ego. Doch ein Wunsch, der wirklich aus unserem Herzen geboren wurde, muss häufig erst wachsen und sich dann durch die vielen Schichten unseres Unbewussten graben, bis er ins Bewusstsein gelangt. Einen solchen Herzenswunsch hat einer japanischen Legende zufolge jeder frei, der 1000 Origami-Kraniche faltet. Sie sollen das Glück ins Leben ziehen, denn der Kranich steht in Japan für Glück und Zufriedenheit. Vielleicht braucht jeder tiefe Wunsch aber auch die Zeit des Faltens von 1000 Papierkranichen, um sich zu entwickeln, die richtige Form anzunehmen und immer wieder überprüft zu werden, damit er dem Wunschenden mit Glück erfüllen kann.

Ein Origami-Schwarm zur Hochzeit

Das Falten der Origami entspringt einer alten Tradition. Die ersten Orgami-Figuren sollen im ersten oder zweiten Jahrhundert in China entstanden sein, von dort gelangten sie später nach Japan. Hier entwickelte sich das Origami-Falten zu einer Kunst, die von Familie an Familie weitergegeben wurde.Diese Riten wurden sorgsam gepflegt und besonders zu großen Feierlichkeiten zelebriert. So bastelten beispielsweise die Familien ganze Origami-Schmetterlings-Schwärme zur Hochzeit ihrer Verwandten. Der Schmetterling ist in Japan ein Symbol für die intime Vereinigung zweier Menschen und eine andauernde Liebe.

Eine Anleitung zum Wünschen

Erst im Jahr 1797 verspürte ein japanischer religiöser Würdenträger das Bedürfnis, den Brauch der Origami der Welt zugänglich zu machen. Er veröffentlichte das Buch „Senbazuru Orikata“ – auf Deutsch bedeutet es „Wie man tausende Kraniche faltet“. Es war die vermutlich erste veröffentlichte Schrift, die einzelne Origami-Bauanleitungen enthielt. Doch das Buch ist viel mehr, es ist eine Anleitung zum Wünschen.Wir müssen vielleicht keine 1000 Origami-Kraniche basteln, um der Stimme unseres Herzens zu lauschen und unserem tiefsten Wunsch Gehör zu verschaffen. Doch die Ruhe, die meditative Versenkung in das Falten, entspannt unseren Geist und schenkt uns Besinnung auf das Wesentliche: Dass aus etwas so Einfachem, wie einem einzigen quadratischen Blatt Papier, etwas Wundervolles entstehen kann – vielleicht sogar unser Herzenswunsch.

Weitere Informationen rund um Origami gibt es auf der Website von Origami Deutschland e.V..

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