Urvertrauen: Ein Geschenk an uns selbst

    urvertrauen ein geschenk an uns selbst

    Seit Jahrzehnten erforschen Psychologen und Soziologen diese einzigartige Kraft und all das, was sie umgibt. Diesen Zustand, den wir mit Worten kaum beschreiben können. Der sich irgendwo zwischen Gefühl und Verstand bewegt: das Urvertrauen. Lange war der Forschung nicht klar, was uns überhaupt dazu bringt, uns und anderen Vertrauen zu schenken. Nur eines ist sicher: Vertrauen ist wie Atmen. Wir bemerken den Atem eigentlich gar nicht, atmen einfach ein und aus. Zehren davon. Auch das Urvertrauen bleibt am liebsten unbemerkt. Wird es jedoch erschüttert, beginnen wir, darüber nachzudenken. Aber ein gesundes Vertrauen braucht kein Nachdenken.

    Das wundervolle Gefühl, Teil des Universums zu sein

    Unser Vertrauen ist eine Erfahrungssache, es entwickelt sich erst im Laufe der Sozialisation – es wächst also. Der Prozess beginnt sehr früh, bereits im Säuglingsalter, wenn wir lernen: Mama und Papa sind für uns da, sie bieten Schutz, unsere Bedürfnisse werden befriedigt. Das Ergebnis davon ist ein Gespür, als würden wir irgendwie dazugehören im Universum, als seien wir willkommen und es sei gut, dass wir da sind. Dadurch fällt es uns als Erwachsener leichter zu vertrauen – anderen Menschen, dem Schicksal, dem Leben. Ein gesundes Urvertrauen ist ein kostbares großes Geschenk. Denn vertraue ich, macht es mich verletzbar. Weil ich mich öffne, meine Wünsche, meine Schwächen, mich ganz und gar offenbare. Ich habe keine Angst, ausgenutzt zu werden. Im Gegenteil: Ich räume dem anderen Freiheiten ein, Spielräume. Ohne zu wissen, wie er diese nutzen wird.

    So können wir das Urvertrauen stärken

    Werden wir dagegen als Kind überbehütet oder vernachlässigt, kann das Urvertrauen nicht wachsen. Bei vielen von uns wird es im Laufe des Lebens auch durch schlechte oder sehr schmerzhafte Erfahrungen verschüttet oder angeknackst. Dann fällt es uns schwer, uns zu öffnen, echte Nähe entstehen zu lassen und anderen Menschen zu vertrauen. Die gute Nachricht ist aber: Das Urvertrauen ist wie ein Muskel – man kann es trainieren. Sein liebstes Work-out ist Mut: Wir müssen vertrauen, um herauszufinden, ob es richtig ist zu vertrauen. Das birgt eine Ungewissheit und ein Risiko in sich. Dennoch können wir den Sprung wagen. Je häufiger wir uns überwinden, anderen zu vertrauen und damit positive Erfahrungen machen, desto schneller gelingt es uns mit jedem weiteren Mal. Wer sich immer wieder aufs Neue dafür entscheidet, dem fällt irgendwann die Grundsatzentscheidung für Vertrauen leichter. Das mag sich jetzt banal anhören, doch es ist der Kern: Indem ich mich traue – mir etwas zutraue, vertraue ich auch leichter anderen. Die Früchte dieses Mutes, die wir dann ernten, sind glücklichere und gesündere Beziehungen und eine gute Intuition.

    Einfache Fragen an uns selbst

    Wer sich nicht sicher ist, wie es um sein Urvertrauen steht, kann dies mit folgenden Fragen herausfinden, die man am besten schriftlich beantwortet: Fühlt sich die Welt für mich sicher an? Kann ich dem Fluss des Lebens vertrauen? Wer prägte mein Urvertrauen? Womit lenke ich mich ab, um Gefühle und Gedanken auszublenden? Welche Leitsätze haben mich geprägt? Wer ist mein Vorbild – und warum ist das so? Manche Menschen können eine Blockade des Urvertrauens auch im Wurzelchakra, dem Muladhara spüren. Yoga-Asanas, die das Wurzelchakra stärken und der der Fokus darauf während der Meditation können unser Urvertrauen wieder stärken und oft sogar kleine Blockaden lösen. Damit wir uns wieder sicher fühlen und der Welt und den Menschen mit offenen Armen begegnen.