Chronische Krankheiten: Heilung durch miasmatische Homöopathie

Jeder chronischen Erkrankung liege eine tiefere, eine verborgene Ursache zugrunde – dies besagt die Lehre der miasmatischen Homöopathie. Wollen wir langjährige Krankheiten heilen, so die Miasmatik, müssen wir ganz unten beginnen. Also zur Quelle zurückkehren ...

Frau macht Yoga am Meer
Laut der Miasmatik muss hinter der offensicht­lichen Symptomatik einer Erkrankung etwas Tiefe­res liegen – eine Dynamik hinter der Krankheit. Foto: Content Pixie / Unsplash

Was versteht man unter miasmatischer Homöopathie?

Was wäre, wenn jede Krankheit, die wir durchstehen, und mag sie noch so unbedeutend erscheinen, unseren Körper und unsere zukünftige Gesundheit beeinflusst? Die Heilkunst der miasmatischen Homöopathie geht genau davon aus, und sie nimmt noch etwas an: Scheinbar harmlose Erkrankungen können, wenn wir ihnen nicht genügend Aufmerk­samkeit schenken oder wenn wir vor­ liegende Symptome unterdrücken, chronisch werden.

Dabei soll sogar ein Stück weit vorbestimmt sein, welche langwierigen Krankheitsmuster sich in unserem Leben manifestieren können. Denn ihre Ursachen, so die Miasmatik, liegen eigentlich tiefer, als die konventionelle Medizin und die klassische Homöopathie sie vermuten.

Wie wird eine Erkrankung chronisch?

Akut auftretende Erkrankungen sind im Grunde nichts anderes, als eine rasche Reaktion unseres Abwehrsystems. Unser Körper versucht ein Ungleichgewicht, das beispielsweise durch Viren hervorgerufen wird, auszugleichen. Dabei ist es wichtig, die Krankheitssymptome zu verstehen und unterstützend zu begleiten, bis sich unsere Gesundheit wieder im Gleichgewicht befindet. Denn wenn lediglich die akuten Krankheitssymptome behandelt werden, werden die Beschwerden immer wieder auftreten und es kann zu einer Symptomverschiebung oder Chronifizierung kommen. Die Krankheit sinkt dann immer tiefer.

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Hilft miasmatische Homöopathie bei chronischen Krankheiten?

Laut der Miasmatik muss  hinter der offensicht­lichen Symptomatik einer Erkrankung etwas Tiefe­res liegen – eine Dynamik hinter der Krankheit. Oder einfacher gesagt: Die Beschwerden, die der Patient aktuell hat, sind bei einer chronischen Erkrankung nur die Spitze des Eisbergs. Die miasmatische Homöopathie geht davon aus,  dass Krankheiten eine Art innere Bereitschaft zugrunde liegen muss, eine unsichtbare Vorbelastung, die eine chronische Erkrankung erst möglich macht.

Deshalb betrachtet der Therapeut bei einer ganzheitlichen miasmatischen Behand­lung aktuelle oder frühere psychische Konflikte. Was beschäftigt uns immer noch, was ist noch nicht von uns überwunden und schwächt dadurch eventuell unseren Körper? Denn wenn wir erkennen, dass Heilung ge­nau wie Krankheit ein Prozess ist, dann verstehen wir auch, warum es nicht nur darum gehen kann, Symptome zu un­terdrücken. Die Miasmatik lehrt uns, dass ein Symptom kein Fixum ist, es kann ein Heilungs­zeichen sein. Wenn wir das „Wegma­chen“ und „Verschwinden“ von Sympto­men als Sinn von Therapie aus unserem Bewusstsein verbannen, können wir Vorbelastungen und auch langjährige, chronische Erkrankungen erkennen. Dann können wir wirklich heilen.

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