5 Wege, dich selbst zu feiern (auch wenn du nicht Geburtstag hast)

Diese liebevollen Rituale erinnern dich daran, wie besonders es ist, dass es dich gibt

Wunderkerze vor blauem Himmel
Foto: canva.com

Wie das Leben auch verläuft: Dass es dich gibt, ist etwas Besonderes – und Grund genug für ein Fest. Dafür musst du nicht Geburtstag haben. In diesem Artikel findest du fünf Möglichkeiten, dich selbst zu feiern. Und du kannst heute schon damit beginnen.

1. Du bist da

Mach dir das einmal bewusst: Wie groß ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit, dass es genau dich gibt? Aus all den Eizellen und Samenzellen haben sich genau diese beiden gefunden – und daraus bist du entstanden. Und nun bist du hier: Du lebst dieses Leben, mit Höhen und Tiefen, mit unbequemen Momenten, Fehlern und Unzulänglichkeiten, mit Traurigkeit, aber auch mit Schönheit – stolpernd vorwärts. Wie das Leben auch läuft: Dass du da bist, ist außergewöhnlich und Grund genug zu feiern. Und das muss wirklich nicht nur an deinem Geburtstag sein. Mach den heutigen Tag zu deinem Feiertag. Mit Girlanden, Kuchen – oder nur in Gedanken. Es ist dein Festtag.

2. Träume groß

Gönn dir einen Moment zum Träumen: eine Fantasie oder Tagträumerei, in der du alles bekommst, was dein Herz begehrt – und noch mehr. Das geht jederzeit und überall. Du kannst diese Fantasie immer weiter ausbauen, sie noch schöner machen, mit möglichst vielen Details, in Farben, Düften und Bildern. Alles darf sein, alles ist möglich.

Sammle deine Schätze Suche dir einige kleine, greifbare Dinge zusammen, die du schön findest, die du wertschätzt, die eine symbolische Bedeutung haben oder etwas über dich erzählen. Ein Foto von dir als Kind, ein Stein, ein Zitat, ein Talisman, Dinge aus der Natur, etwas, das du getragen hast oder das von deinen Eltern stammt. Denke über ihre Bedeutung nach und richte ihnen dann einen schönen Platz ein – eine Art Altar. Einen besonderen Ort, der sichtbar macht, wer du bist und geworden bist, und der auch deine Träume und Sehnsüchte greifbar werden lässt.

Stell dich in den Mittelpunkt Und zwar ganz wörtlich: Geh mitten auf dem Gehweg, stell dich genau in die Mitte eines Platzes oder einer Kirche, erklimme eine Düne und fang die Sonnenstrahlen ein – oder öffne ein Fenster und lass das Licht des Vollmonds herein. Gerade wenn du sonst eher einen bescheidenen Platz einnimmst, ist es wohltuend, dich ab und zu ganz bewusst ins Zentrum zu stellen. Einfach um dir wieder klarzumachen: In deiner Welt bist du die wichtigste Person. Deine Welt dreht sich um dich.

3. Bestätige dich selbst

Das Latifa-Gebet stammt aus der mündlichen Überlieferung der Sufi-Tradition. Die Grundlage ist einfach: Du fasst mit der linken Hand deine rechte Hand und legst sie nacheinander auf verschiedene Stellen deines Körpers: die linke Seite (die Basis), die rechte Seite (der Ort des Verlangens), die linke Brust (die Hoffnung), die rechte Brust (Glaube und Vertrauen), den Hals (das Loslassen), das Herz (die Liebe) und die Stelle knapp oberhalb des Nabels (der Wille). Dabei sprichst du einfache Worte. Die Idee dahinter ist, dass verschiedene menschliche Qualitäten ihren Kern an bestimmten Stellen im Körper haben. Bewusst Kontakt damit aufzunehmen, kann eine sanfte, aber kraftvolle Art sein, dich mit dir selbst zu verbinden. Schließe die Augen, geh langsam vor und nimm dir Zeit. Oder wähle jeden Tag nur eine Stelle.

Ich bin. Ich begehre. Ich hoffe. Ich glaube und vertraue. Ich lasse los. Ich liebe. Ich bin bereit.

4. Feiere deine Meilensteine

Feiern muss sich nicht auf offizielle Ereignisse wie Hochzeiten oder Geburtstage beschränken. Es darf auch ein ganz persönlicher Meilenstein sein – etwas, auf das du stolz bist. Feiere, wenn dein Studienkredit abbezahlt ist, wenn du einen neuen Job hast, einen Kurs abgeschlossen hast, einen Neubeginn nach einer schweren Zeit wagst oder plötzlich spürst: Jetzt bin ich wirklich erwachsen. Oder einfach, weil eine neue Jahreszeit beginnt. Oder weil du neue Schuhe hast. Wenn du es als Anlass empfindest, reicht das vollkommen.

5. Die kleinen Dinge

Mach eine Liste mit kleinen Dingen, die dich glücklich machen. In die Bibliothek gehen und neue Bücher aussuchen. Das flauschige Zeug aus dem Trocknersieb holen. Fröhliche Menschen auf dem Markt. Hunde, die voller Freude im Kreis rennen. Das Geräusch ziehender Gänse spät am Abend. Mit einer Lupe eine Pflanze betrachten und etwas entdecken, das dir noch nie aufgefallen ist. Eine glatte Muschel in der Jackentasche. Jetzt bist du dran.Schon beim Aufschreiben wirst du merken, wie dich das glücklich macht: Mit jedem Punkt fügst du ein farbiges Glasstück zu dem Kaleidoskop hinzu, durch das du die Welt betrachtest. Und das Schöne ist: Du bekommst immer mehr Blick dafür – und es werden immer mehr.