Was sagen deine Nägel über deine Gesundheit?

Deine Nägel sind kleine Botschafter deines Körpers. Sie erzählen leise Geschichten über Balance, Ernährung und Wohlbefinden. Entdecke, was ihre Zeichen wirklich bedeuten.

Frauenhände, die eine Feder halten in gedämpften Licht
Foto: canva.com

Glänzendes Haar und eine strahlende Haut sind Schönheitsmerkmale, aber sie sagen nicht nur etwas über das Äußere aus. Sie sind auch Anzeichen für ein gesundes Inneres. Deine Nägel verraten dir auf dieselbe Weise mehr darüber, wie es dir geht, als du denkst.

Sind deine Nägel nicht so schön glatt, rosa oder kräftig, wie du es gerne hättest? Dann kann das ein Zeichen dafür sein, dass du nicht ganz gesund bist. Achte einmal darauf:

1. Textur

Gesunde Nägel haben eine feste, glatte Oberfläche. Siehst du unerklärliche Grübchen oder Dellen in deinen Nägeln? Dann kann das auf Psoriasis hinweisen, eine chronische Hauterkrankung, die mit unangenehmem Juckreiz einhergeht. Bei einem Teil der Menschen, die darunter leiden, zeigt sich Psoriasis zuerst an den Nägeln.

Tiefe, horizontale Rillen oder Furchen im Nagel werden auch „Beau-Linien“ genannt. Sie entstehen durch eine kleine Verletzung oder andere Beschädigungen an deinem Nagelhäutchen. Meist wachsen diese Rillen dann auch von selbst wieder heraus. Aber horizontale Furchen können auch eine zugrunde liegende körperliche Ursache haben, wie Syphilis, eine Stoffwechselerkrankung oder Diabetes. Und manche Menschen bekommen sie nach einer Chemotherapie oder der Einnahme bestimmter Medikamente.

Über vertikale Rillen musst du dir keine Sorgen machen. Deine Nägel bestehen größtenteils aus Keratin. Das ist ein Eiweiß, das auch in deiner Haut und in deinen Haaren vorkommt. Wenn du älter wirst, hast du oft eine weniger weiche, trockenere Haut und trockenere Haare, weil die Menge an Keratin abnimmt. Und an deinen Nägeln zeigt sich diese Alterung durch harmlose Rippchen entlang der Länge deines Nagels.

2. Farbe

Wenn du plötzlich und ohne ersichtlichen Grund blaue oder schwarze Verfärbungen auf deinen Nägeln hast, kannst du am besten sofort zum Arzt gehen. Es muss natürlich nicht so sein – große Chance, dass du dich unbewusst doch irgendwo gestoßen hast – aber solche Verfärbungen können durch ein Melanom verursacht werden. In diesem Fall solltest du lieber auf Nummer sicher gehen.

Im Allgemeinen sind Verfärbungen deiner Nägel zum Glück viel harmloser. Gelbe Nägel entstehen zum Beispiel meistens durch Produkte, die du darauf aufträgst, wie Nagellack oder Entferner. Gönne deinen Nägeln also immer etwas „Atempausen“ zwischen zwei Maniküren und pflege sie dann besonders gut, zum Beispiel mit einem Öl mit Teebaum oder Vitamin E. Verwendest du keinen Nagellack oder andere Produkte und sind deine Nägel von Natur aus gelb? Dann hast du möglicherweise eine Pilzinfektion.

Über die meisten weißen Flecken musst du dir keine Gedanken machen: Sie entstehen leicht, wenn du dich irgendwo stößt, und verschwinden von selbst wieder, wenn die Nägel herauswachsen. Hast du ständig weiße Flecken auf deinen Nägeln und kannst nicht erklären, warum du sie hast? Dann kann ein Arztbesuch nicht schaden. Es könnte nämlich ein Hinweis auf einen Vitamin-, Kalzium- oder Zinkmangel sein.

3. Stärke

Leicht abbrechende oder schuppende Nägel können durch Blutarmut oder ein Problem mit der Schilddrüse verursacht werden, und gespaltene Nägel sind oft ein Zeichen dafür, dass du nicht genug Eisen zu dir nimmst.

Weiche, dünne und biegsame Nägel kannst du oft selbst ganz einfach wieder etwas stärker machen. Genau wie bei gelben Nägeln wird das meistens durch Nagelpflegeprodukte und (zu viele) Maniküren verursacht. Lass diese fröhlichen Farblacke also eine Weile sein und verwende nur Produkte, die deinen Nägeln helfen, sich zu erholen.

Zweifelst du an deiner Gesundheit, ist es ratsam, mit deinem Hausarzt Rücksprache zu halten.