Nähre dein inneres Feuer – 5 Tipps, um gut durch den Winter zu kommen

Die Kälte umarmen? Das ist vielleicht ein bisschen zu viel verlangt. Aber mit liebevoller Pflege für Körper und Seele lässt sich der Winter wunderbar warm erleben.

Frau dick eingepackt im Winter draußen
Foto: canva.com

Dein inneres Feuer nähren

Das Wort Enthusiasmus stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich: von einer göttlichen Kraft erfüllt sein. Wenn du begeistert bist, trägst du also etwas Göttliches in dir. Das Schöne ist: dafür braucht es keine großen Dinge – nur das, was dich wirklich freut. Malen, Stricken, Tanzen, Schreiben, Basteln, Singen, Spielen – was auch immer dich lebendig fühlen lässt.

Der Winter lädt ein, nach innen zu kehren – eine Zeit für Selbstreflexion. Lies inspirierende Texte, schreibe oder zeichne in dein Tagebuch. Wenn du etwas tust, das dich erfüllt, vergisst du die Zeit, die Kälte – und entfachst dein eigenes Feuer. Ein konkretes Projekt kann helfen: eine alte Tischplatte abschleifen und neu bemalen, einen Schal stricken – vielleicht für jemand anderen. Dreifache Wärme: für Körper, Herz und Seele.

Wärme für deinen Körper

Im Winter verdienen deine Nieren besondere Aufmerksamkeit. In der Traditionellen Chinesischen Medizin gelten sie als Yin-Organe – und Wärme (Yang) hält sie im Gleichgewicht. Gönn ihnen eine Portion Tender Loving Care: Ein warmes Kirschkernkissen im Rücken, ein entspannender Moment auf dem Sofa, eingehüllt in eine Decke. Auch eine Massage mit warmer Sesamöl oder eine Algenpackung kann wohltuend sein: Mische Algenpulver mit warmem Wasser zu einer Paste, gib ein paar Tropfen Lavendel- und Geraniumöl hinzu, trage sie auf den Rücken auf, wickle dich in Folie und eine Decke – und ruhe eine halbe Stunde.

Ruhe ist heilsam – besonders für die Nieren. Denn, so sagt die chinesische Weisheit: In ihnen liegt unsere Reserve an Qi – Lebenskraft, Wille, Energie. Ein Motor, der uns auch im Winter in Bewegung hält.

Die Kälte zulassen

Es ist Winter. Kalt. Grau. Vielleicht verschneit. Wenn du dich innerlich noch am Strand wähnst, kämpfst du gegen das, was ist. Der Buddha lehrte: Wir leiden, weil wir uns wünschen, dass die Wirklichkeit anders ist, als sie ist. Vielleicht hilft es also, die Kälte einfach da sein zu lassen.

Widerstand macht eng, lässt uns verkrampfen – genau das, was Kälte ohnehin tut. Zulassen dagegen öffnet und weitet. Atme bewusst, bleib im Fluss, und vielleicht drehst du die Heizung einfach mal um ein Grad herunter – als Experiment in Gelassenheit.

Wärme beginnt bei den Füßen

Wirkliche Wärme beginnt von unten. Kalte Füße machen unruhig und lassen dich nicht richtig ankommen. Achte darauf, dass sie warm und trocken bleiben – nass und kalt ist Yin, trocken und warm ist Yang.

Trockne sie gut ab, besonders nach dem Duschen. Massiere sie mit Johanniskraut- oder Arnikaöl, gern mit etwas ätherischem Öl von Ingwer, Rosmarin, Majoran oder schwarzem Pfeffer – das regt die Durchblutung an. Oder gönn dir ein warmes Fußbad. Keine Zeit? Dann massiere deine Ohren – sie sind mit vielen Reflexzonen verbunden und bringen deinen ganzen Körper in Schwung.

Flüssige Wärme

Wie schmeckt der Winter? Nach Spekulatius! Je kälter es draußen wird, desto mehr sehnen wir uns nach den wärmenden Gewürzen: Zimt, Nelken, Muskat, Ingwer, Sternanis und Pfeffer. Sie heizen nicht nur von innen, sondern wirken auch antibakteriell, antiviral und stärkend für das Immunsystem.

Besonders wohltuend ist ein wärmendes Getränk: Zum Beispiel selbstgemachter Ingwertee.

Rezept: Koche 1 Liter Wasser, gib etwa 2,5 cm frisch geriebene Ingwerwurzel dazu. Presse eine halbe Bio-Zitrone hinein, schneide die andere Hälfte in Stücke und gib sie ebenfalls in den Topf. Nimm das Wasser vom Herd, lasse den Tee 15 Minuten ziehen, siebe ab und süße nach Geschmack mit Honig.

Mit jeder Tasse spürst du, wie die Wärme durch deinen Körper fließt.